Sie begegnen uns überall; im Büro- und Privatleben und sogar im Urlaub. Sie verabreden sich, reservieren Plätze und Karten, Trinken und Essen auf Kosten anderer, aber wenn Sie sich mal “verpflichten” müssen, sind sie plötzlich verschwunden und wurden nie mehr gesehen … bis es wieder was für umme gibt.
Das Barcamps oder auch einfache Meetings immer von einer gewissen Zahl unentschuldigter Abwesenheit begleitet werden ist inzwischen schon der Normalfall. Was das Nicht-Absagen der eigenen Anwesenheit aber keinesfalls entschuldigt.
Auf öffentlichen Veranstaltungen einen Platz zu reservieren, der nicht wahrgenommen wird ist in mehrerer Hinsicht NICHT Ok! Zum einen werden “wirklich” interessierte Teilnehmer von der “Ausgebuchten” Veranstaltung abgehalten, zum anderen sind alle Vorbereitungen der Organisation auf die angestrebte (und angemeldete) Teilnehmerzahl ausgerichtet.
Tauchen also, wie am vergangenem Wochenende mal schlappe 100 angemeldete Teilnehmer aus wasauchimmer für Gründen nicht auf, werden alle Interessierten auf der Warteliste vor den Kopf gestoßen, die Räume bleiben zum Teil leer, die Sponsoren fragen sich, warum sie sich engagiert haben und die Orga wird sich fragen, was man beim nächsten mal anders machen könnte.
Eine Konsequenz werden wohl kostenpflichtige Eintrittskarten sein, um sicherzustellen, dass jeder angemeldete Teilnehmer entweder wirklich kommt oder seinen Platz wieder storniert. Könnte fast wetten zu wissen, wer sich dann als erstes beschwert.
Die zweite Gruppe, die mir auf fast jeder Veranstaltung begegnet ist nicht minder interessant. Weniger durch die eigene Person, Tätigkeit oder Eloquenz, sondern durch das Belagern der Bar und des Buffets… jedenfalls, solange es nichts kostet.
Besonders deutlich ist mir das auf der letzten Twittnite aufgefallen. Das Budget für die gesponserte Bar war bereits nach weniger als einer Stunde aufgebraucht und die ersten Gäste hatten die Veranstaltung kurz darauf verlassen. Da frage ich mich schon, welche Art des Networking und der Unterhaltung in diese kurzen Zeit stattgefunden haben könnte.
Auch hier stellt sich mir die Frage, ob eine Social Networking Veranstaltung wirklich mit der kostenlosen Teilnahme verbunden sein muss. Auch wenn es keine Honorare für Vorträge oder Gäste bezahlt werden entstehen ja schließlich auch Kosten durch Miete, Verpflegung und eventuell Personal. Diese können in letzter Zeit immer schlechter durch reines Sponsoring aufgefangen werden. Also warum jene benachteiligen, die gerne auch länger geblieben wären, aber es nicht auf die Teilnehmerliste geschafft haben. Ein Ticket mit mindestverzehr könnte hier den Schnorrer-Faktor senken und allen Beteiligten eine bessere Gesamterfahrung bieten.
Bin ja mal gespannt auf die Kommentare hierzu …
Titelfoto: The Venue, After CC by Stewart
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